Verfasst am: 25 Aug 2008 19:47:31 Titel: IPTV mit Hindernissen
Hallo Community,
ich würde mir gerne das Entertain Packet der Telekom anschaffen, doch leider gibt es Hindernisse. Der Router würde im Dachgeschoss stehen und der Receiver 2 Etagen darunter. Ich habe eben probiert per DLAN eine Verbindung zu bekommen, was auch geklappt hat, leider liegt der Datendurchsatz aber bei gerade mal ca. 20 Mbit. Daraufhin rief ich bei der Telekom an um in Erfahrung zu bringen, welche Übertragungsrate nötig sei, um eine störungsfreies Bild zu bekommen. Nach mehrmaligen Nachragen wurde mir gesagt, dass mindestens 10 Mbit am Receiver anliegen müssten um ein einwandfreies Bild zu bekommen. Da hier aber wenig Reserven beim DLAN vorhanden sind mache ich mir Sorgen, dass es u.U nicht klappt. Da mir die Speedport Lösung von der Telekom ehrlich gesagt zu teuer ist habe ich mir gedacht, den D-Link DWL-2100AP zu kaufen, der dann als Access Point / Repeater fungiert und dann den Receiver dort anzuschließen. Bei meinem Laptop habe ich ohne Repeater oft ein sehr gutes Signal, sowie 54 MBit. Würde das klappen oder ist das mit einem „normalen“ Access Point / Repeater nicht möglich?
Verfasst am: 26 Aug 2008 16:46:31 Titel: Re: IPTV mit Hindernissen
Gast hat folgendes geschrieben:
ich würde mir gerne das Entertain Packet der Telekom anschaffen, doch leider gibt es Hindernisse. Der Router würde im Dachgeschoss stehen und der Receiver 2 Etagen darunter. Ich habe eben probiert per DLAN eine Verbindung zu bekommen, was auch geklappt hat, leider liegt der Datendurchsatz aber bei gerade mal ca. 20 Mbit. Daraufhin rief ich bei der Telekom an um in Erfahrung zu bringen, welche Übertragungsrate nötig sei, um eine störungsfreies Bild zu bekommen. Nach mehrmaligen Nachragen wurde mir gesagt, dass mindestens 10 Mbit am Receiver anliegen müssten um ein einwandfreies Bild zu bekommen.
Das gilt nur bei HDTV und eigentlich sollte man darauf "noch eine Schippe drauflegen", mit 15 Mbit/s wären sie auf der sicheren Seite. HDTV bekommen Sie aber ohnehin nur, wenn Sie auch VDSL erhalten können. Bei SDTV müssten schon ca. 5 Mbit/s ausreichen. (Die Aussagen gelten jedoch nur für jeweils einen Kanal!) Das Problem ist dabei nicht die durchschnittliche Übertragungsrate, die bekommt man nötigenfalls auch per Funk hin, aber mit 802.11g ist das erfahrungsgemäß nicht zu schaffen, da die mindestens erforderliche Bandbreite oft unterschritten wird. Die Erfahrungen unserer Nutzer mit dLAN-Lösungen kann man nur als "durchwachsen" bezeichnen, d.h., manch einer hat Glück, andere nicht.
Gast hat folgendes geschrieben:
Da hier aber wenig Reserven beim DLAN vorhanden sind mache ich mir Sorgen, dass es u.U nicht klappt. Da mir die Speedport Lösung von der Telekom ehrlich gesagt zu teuer ist habe ich mir gedacht, den D-Link DWL-2100AP zu kaufen, der dann als Access Point / Repeater fungiert und dann den Receiver dort anzuschließen. Bei meinem Laptop habe ich ohne Repeater oft ein sehr gutes Signal, sowie 54 MBit. Würde das klappen oder ist das mit einem „normalen“ Access Point / Repeater nicht möglich?
Da sehen wir keine Chance. Aus den brutto 54 Mbit/s werden netto etwa 25-30 MBit/s bei optimalem Empfang herauskommen. Die Nutzung eines Repeaters halbiert die Übertragungsraten, weil die Daten zweimal gesendet werden. In der Nachbarschaft funkende WLANs im 2,45-GHz-Band reduzieren die Übertragungsrate weiter und da die Kanäle 1-13 nicht überlappungsfrei sind (das sind sie erst bei einem Abstand von 5 Kanälen), lassen sich diese Beinträchtigungen auch kaum vermeiden.
Die Speedport 100 WLAN-Bridge ist mit knappen 200 Euro in der Tat nicht gerade billig, aber da 802.11a verwendet wird, haben Sie eine höhere Reichweite, 19 überlappungsfreie Kanäle und QoS integriert. Die einzig sinnvolle Alternative dazu wäre eine Ethernet-Verkabelung quer durch's Haus.
Wichtig: Wenn Sie sich für die Verkbaelung entscheiden, dann verlegen Sie gleich n+1 Kabel, wobei n die Anzahl der anzuschließenden Media Receiver sein soll. Wenn Sie nur ein Kabel verlegten, um dann unten üer einen Switch Media Receiver und PCs anzuschließen, würden Sie ebenfalls Probleme bekommen, da ein Switch zu einem erschwinglichen Preis kein IGMPv3 unterstützt.
vielen Dank für die Antwort. Ich habe mittlerweile eine Lösung gefunden. Es sind bereits 2 LAN Leitungen in meine Etage gelegt. Eine davon könnte ich dann für IPTV nutzen. Die andere ist mit meinem Rechner verbunden. Zwischen LAN Buchse und Receiver befinden sich dann noch 2 Wände, die ich per DLAN überwinden würde. Der Datendurchsatz liegt hier bei ca. 70-80 Mbit. Das sollte dann doch reichen, oder? Sie sagen, dass 15 Mbit nur für einen Kanal gelten. Was bedeutet das genau?
Es sind bereits 2 LAN Leitungen in meine Etage gelegt. Eine davon könnte ich dann für IPTV nutzen. Die andere ist mit meinem Rechner verbunden. Zwischen LAN Buchse und Receiver befinden sich dann noch 2 Wände, die ich per DLAN überwinden würde.
Wände spielen bei dLAN keine Rolle, die Daten werden ja über das Stromnetz übertragen.
Gast hat folgendes geschrieben:
Der Datendurchsatz liegt hier bei ca. 70-80 Mbit. Das sollte dann doch reichen, oder?
Es hört sich jedenfalls sehr gut an.
Gast hat folgendes geschrieben:
Sie sagen, dass 15 Mbit nur für einen Kanal gelten. Was bedeutet das genau?
Mit Kanal meinen wir einen Fernsehsender. Für einen HD-Kanal (hochaufösendes Fernsehen) würden wir ca. 15 MBit/s veranschlagen, für einen SD-Kanal ca. 5 Mbit/s. Als Minimalanforderung würden wir ansehen, dass zwei SD-Kanäle gleichzeitig empfangbar sein müssen (einen anschauen, einen anderen aufzeichnen), so dass bei einem Anschluss auf ADSL-Basis ("DSL 16plus") minimal 10 Mbit/s zur Verfügung stehen müssten. Bekommen Sie VDSL, sollte mindestens ein HD-Kanal und gleichzeitig ein SD-Kanal empfangbar sein, das läuft dann also auf eine Minimalbandbreite von 20 Mbit/s hinaus.
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